Anstrengung

Manchmal passiert es. Einfach so. Frei und unverbindlich, nur für einen etwas längeren Moment. Kurz aufflammende Leidenschaft, Verlangen.
Was zurückbleibt sind Erinnerungen, gemischte Gefühle, Leere und manchmal Lust auf mehr.

Die junge Kaiserin sucht es.
Experimentiert, will ausprobieren, erfahren. Sich selbst und andere, Reaktionen, Beziehungen, Grenzen. Sie meint einen Weg zu kennen, einen Plan zu haben.

Doch plötzlich findet sie sich erschüttert am Rand der Straße stehen. Mit sich selbst ringend, kämpfend für etwas, für den vermeintlich richtigen Weg, der sich logisch aufbaut und doch so schwer zu beschreiten scheint.
Sie richtet alles danach aus, jede Handlung, jedes Wort, ihre Planung, ihre Gedanken, Gefühle. Eine andauernde Anstrengung.
Ist es richtig so?, fragt sie sich. Sie zweifelt. Denn oft bleibt sie ihren Plänen nicht treu, weicht vom Weg ab, muss sich zwingen einzuhalten, was sie sich selbst versprochen hat, was sie predigt. Manchmal fühlt sich sich allein und verloren. Es ist ein Mangel, der in dir selbst ist. Es ist nur ein Symptom..., sagt sie sich und kämpft, ist innerlich angespannt, versucht alte Gewohnheiten abzuwehren, sich zu verteidigen gegen Sorge und Frust.

Es läuft schief. Jede Abweichung von ihrem ausgewählten Weg bringt sie ins Straucheln, in ihrem Kopf herrscht nichts anderes mehr, sie kann nichts genießen, weil sie hohe Ansprüche an sich und ihr Handeln, an die Ergebnisse hat. Und ist sie unzufrieden weil sie zu schwach ist und zu viele Fehler macht oder weil sie sich zu hohe Ansprüche stellt? Wie behebt sie das Problem? Und ist es überhaupt der richtige Weg?
Tiefe Unsicherheit und Zweifel...ihre größten Feinde.
21.9.08 19:08
 


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